Farbenprächtige Arbeiten des Saarlouiser Künstlers Manfred Wey noch bis Mitte Juli in der Galerie des Marienhaus Klinikums zu sehen

Manfred Wey vor einem seiner Werke (Foto: Astrid AnnaOertel)

07.06.2019

Wer dieser Tage die Cafeteria des Marienhaus Klinikums in Saarlouis aufsucht, dessen Blicke werden automatisch auf die großformatigen, farbenprächtigen Arbeiten gelenkt, die die Wände des freundlichen und hellen Raumes schmücken. Ihr Schöpfer ist der bereits überregional bekannte Saarlouiser Maler Manfred Wey.

Bereits 1996 begann er – damals noch Verwaltungsangestellter bei der Arbeitsagentur - zu malen. „Eigentlich wollte ich ein Bild für mein Büro kaufen“, erzählt mir Manfred Wey bei einem kürzlichen Treffen, „aber alles, was mir gefiel, war zu teuer. Und so habe ich begonnen, selbst zu malen.“ Waren es anfänglich Aquarelle, die er zu Papier brachte, so sind es zwischenzeitlich Arbeiten in Öl auf Leinwand. Seine damaligen Kolleginnen und Kollegen waren begeistert; erste kleinere Ausstellungen folgten. Was als Hobby begann, ist zur Leidenschaft geworden. Zwischenzeitlich im Ruhestand hat der Autodidakt die Malerei – neben seiner Familie – ins Zentrum seines Lebens gestellt.

Über die Jahre hat er eine spezielle „Handschrift“ entwickelt, die seine Werke unverkennbar machen: Mit unterschiedlich breiten Spachteln bringt er die Ölfarbe in mehreren Arbeitsgängen auf die horizontal liegende Leinwand, so dass die pastosen Schichten nach dem Trocknen eine reliefartige Struktur bilden. Dabei entwickelt er seine abstrakten Motive häufig aus dem Zentrum. Es entstehen Eindrücke von Sonnen, Monden oder Galaxien, deren Sogwirkungen der Betrachter erspüren kann. Andere erinnern durch ihre Strukturen an Wasserfälle, wiederum andere an geometrische Kompositionen.  „Meine Bilder entstehen spontan – sozusagen von der Tube auf die Leinwand“, erklärt mir der Künstler. Konkrete Themen hat er nicht.

Was Manfred Wey außer der eigenen Malerei sonst noch am Herzen liegt? – Es sind die Kinder. Sie für das Malen zu begeistern, ist ihm ein großes Anliegen. Seit 2018 hat sich eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Grundschulen des Saarlandes entwickelt, bei der er im Rahmen des Kunstunterrichtes verschiedene Malprojekte mit den Schülerinnen und Schülern realisiert hat. „Es ist etwas unbeschreiblich Schönes zu sehen, wie die jungen Menschen zunächst überrascht sind über ihre eigenen (Mal-)Fähigkeiten und wie sie dann mutig und mit großer Begeisterung ihre Ideen umsetzen!“  

Die Ausstellung kann man täglich zu den normalen Öffnungszeiten der Cafeteria besuchen. (aoe)

Marienhaus Klinikum Saarlouis

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