„Erwin“ ist krank! – Er muss ins Krankenhaus

Vorschulkinder des Kindergartens „Metzer Wiesen“ besuchten das Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen

Nach dem Rundgang wurde natürlich ein Erinnerungsfoto gemacht. (Foto: aoe)

10.04.2017

Schon seit zwei Tagen geht es Erwin schlecht. Starke Bauchschmerzen quälen ihn; er möchte nichts essen und nichts trinken. Das plüschige Puppenkind bereitet den Vorschulkindern des Kindergartens „Metzer Wiesen“ in Saarlouis große Sorgen. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Gabriele Clemens und Helene Beck bringen sie Erwin nach Saarlouis ins Krankenhaus. Dort werden sie schon vom Leitenden Oberarzt Dr. Jürgen Zenzinger und der Krankenhausoberin Sabine Ruppert-Fürstos erwartet, denn der Besuch der Vorschulkinder war zuvor vereinbart worden.

„Im Rahmen eines Vorschulprojektes beschäftigen sich die (noch) Kindergartenkinder mit dem Thema Krankenhaus,“ erklärt Gabriele Clemens. „Der Besuch vor Ort gehört zu einem Konzept, das Kinder stärken soll, gelassener mit neuen, womöglich schwierigen Situationen, wie z. B. einem Krankenhausaufenthalt umzugehen. Der Blick hinter die Kulissen und das spielerische Kennenlernen von Abläufen und Tätigkeiten soll Ängste abbauen helfen und das Vertrauen zu den Menschen stärken, die im Notfall für einen da sind“.

Dr. Zenzinger lässt sich von den Kindern erzählen, was mit Erwin los ist und untersucht ihn. Leider kann er von außen nichts feststellen. „Die Puppe muss geröntgt werden, damit wir herausfinden, was Erwin fehlt“, erklärt er den 5- bis 6-Jährigen. Zusammen marschiert die Gruppe in die Röntgenabteilung. Hier erklärt ihnen Röntgenassistentin (MTRA) Anja Ziegler ihre Tätigkeit: Gemeinsam mit den Kindern bettet sie Erwin vorsichtig auf den Röntgentisch und legt ihm zum Schutz vor schädlichen Röntgenstrahlen einen Lendenschurz um. Dann müssen alle den Raum verlassen, nur die Puppe bleibt zurück. „Die Röntgenstrahlen sollen uns nicht treffen, nur der Bauch der Puppe darf durchleuchtet und fotografiert werden“, erklärt Anja Ziegler und schließt die Tür. Dann setzt sie per Knopfdruck das Röntgengerät in Gang. Während die Aufnahme gemacht wird, zeigt sie den Kindern an ihrem Computer „echte“ Röntgenbilder, damit sie eine Vorstellung bekommen, wie das vom kranken Erwin aussehen könnte. Die Überraschung ist groß, als sie kurze Zeit später sehen, was der Puppe die Bauchschmerzen bereitet hat: Erwin hat eine Münze verschluckt, sie ist ganz deutlich auf dem Bild zu sehen. -  Soweit die Geschichte von der Puppe.

Auch andere Bereiche des Krankenhauses können sich die Vorschulkinder und ihre Begleiterinnen an diesem Tag anschauen: In der chirurgischen Ambulanz zeigt ihnen Krankenpfleger Andreas Krätzmann, wie ein gebrochener Arm versorgt wird und den ganz Mutigen wird ein kleiner Gipsverband angelegt. Weiter geht es zur Geburtsabteilung. Hier erklärt Hebamme Christina Herrmann den begeisterten Kleinen anhand einer lebensechten Babypuppe, wie die Neugeborenen nach der Geburt versorgt werden. Das Puppenkind erhält ein Namensbändchen, wird gewogen und gewickelt und darf reihum im Arm gehalten werden.

Nach gut zwei Stunden wird der Krankenhausrundgang mit einem kleinen Imbiss und gemeinsamen Singen im Kindertreff mit den dortigen Erzieherinnen Alina Skalniak und Christel Jung beendet. Herr Dr. Zenzinger konnte zwischenzeitlich die Münze aus Erwins Bauch entfernen und übergibt den Kindern die Puppe, die nun keine Schmerzen mehr hat. Die jungen Besucher haben gelernt, dass es im Krankenhaus sehr viele nette Menschen gibt, die manchmal große Apparate bedienen, aber nur, um einem besser helfen zu können. (aoe) zur Bildergalerie

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