Saarlouis. Patienten mit Hüftarthrose profitieren zunehmend von einem besonders schonenden Operationsverfahren, das am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis zum Einsatz kommt. Die minimalinvasive Hüftoperation, die auf dem sogenannten anterolateralen Zugang nach Röttinger basiert, wird dort durchgeführt und ermöglicht vielen Betroffenen eine schnellere Rückkehr in den Alltag.
„Bei dieser Technik wird ein 7 bis 9 Zentimeter großer Schnitt gemacht – und zwar an einer natürlichen Lücke zwischen zwei Muskeln“, erklärt Dr. med. Joachim Wagner, Chefarzt der Orthopädie und Leiter des Zertifizierten EndoProthetikZentrums am Marienhaus Klinikum in Saarlouis. „Das hat den Vorteil, dass wir die Muskulatur nicht durchtrennen müssen, es senkt das Risiko für Komplikationen und sorgt dafür, dass die Patienten meist schneller wieder auf den Beinen sind.“
Mit seiner langjährigen Erfahrung – die erste minimalinvasive OP wurde dort bereits 2008 durchgeführt – gehört das Klinikum zu den etablierten Anbietern dieser Technik.
Gleichzeitig setzt das Team aber auch auf Aufklärung. Denn die Methode eignet sich nicht für alle. Anatomische Voraussetzungen, der Körperbau sowie die Komplexität des Eingriffs spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl der passenden Operationsmethode.
„Wir prüfen für jeden Patienten individuell, welches Verfahren das Beste ist.“
Als zertifiziertes EndoProthetikZentrum bietet das Klinikum ein breites Spektrum moderner Prothesenmodelle – darunter auch sogenannte Kurzschaftprothesen für jüngere Menschen mit guter Knochensubstanz. Hinzu kommt eine außerordentlich hohe Behandlungsqualität mit sehr geringer Komplikationsrate, wie erst kürzlich bei einem Überwachungsaudit zur Rezertifizierung bescheinigt wurde.
„Die Wahl der passenden Prothese und OP-Methode richtet sich individuell nach Alter, Aktivitätsgrad, Knochenqualität und Krankheitsbild“, betont Dr. Wagner. „Entscheidend ist immer, was für den jeweiligen Patienten die beste Lösung ist.“
Einblicke in moderne Verfahren erhalten Interessierte auch regelmäßig bei der Vortragsreihe „Medizin verstehen“, zu der das Marienhaus Klinikum öffentlich einlädt. Die Teilnahme ist kostenlos.


