Wie lässt sich das Risiko für einen Schlaganfall reduzieren? Welche Warnzeichen gilt es zu erkennen? Und was ist nach einem Schlaganfall bei der Fahrtauglichkeit zu beachten? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der 1. Saarlouiser Schlaganfalltag am 12. September im Theater am Ring. Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis hatte die Veranstaltung gemeinsam mit der Landesfachstelle Demenz Saarland organisiert.
Der Schlaganfalltag verband medizinische Fachinformationen mit praktischen Angeboten und persönlichen Gesprächen. Ziel war es, Wissen zu vermitteln, für Risikofaktoren zu sensibilisieren und den Blick auf die Bedeutung einer schnellen Behandlung zu richten.
Den Auftakt bildete die gemeinsame Begrüßung durch Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Politik und Gesundheitswesen. Anschließend gab Dr. med. Sonja Lallier, Leitende Oberärztin in der Klinik für Neurologie mit zertifizierter Stroke Unit, einen Überblick über das Krankheitsbild Schlaganfall. Im Mittelpunkt standen unter anderem die unterschiedlichen Erscheinungsformen, Warnzeichen und die Bedeutung einer schnellen medizinischen Versorgung. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Fahreignung nach einem Schlaganfall. Prof. Dr. med. Andreas Binder, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Saarbrücken, erläuterte, welche medizinischen und rechtlichen Aspekte dabei eine Rolle spielen können. Den Abschluss des Vortragsprogramms bildete der Beitrag von Prof. Tobias Hartmann, Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Demenzprävention der Universität des Saarlandes, zur Demenzprävention. Dabei wurde auch der Zusammenhang zwischen vaskulären Risikofaktoren, Schlaganfall und dem Risiko für kognitive Einschränkungen thematisiert.
Im Foyer konnten die Besucherinnen und Besucher das vermittelte Wissen anschließend praktisch vertiefen. Neben Informations- und Beratungsangeboten standen unter anderem ein Fahrsimulator sowie weitere Angebote rund um Schlaganfall und Gesundheitsvorsorge zur Verfügung.
Der erste Saarlouiser Schlaganfalltag machte damit deutlich: Prävention beginnt lange vor dem Notfall. Ein bewusster Umgang mit Risikofaktoren, das Erkennen von Warnzeichen und das Wissen um die richtigen Ansprechpartner können entscheidend sein.





















