„Uns verbindet unser gesellschaftlicher Auftrag“

Der Verband der Saarländischen Karnevalsvereine e. V. spendete 5.000 Euro für die Arbeit der Klinik-Clowns am Marienhaus Klinikum in Saarlouis

Große Freude herrschte im „Kindertreff“ als der Scheck von 5.000 Euro für die Arbeit der Klinik-Clowninnen überreicht wurde (hintere Reihe v. l.): Hans Werner Strauß, Präsident Verband Saarländischer Karnevalsvereine mit Ehefrau Tilly, Christine Bentz, Leiterin der Krankenhausschule, Margarita von Boch, Vorsitzen Kinderhilfe Saar e.V., Judith Martini, Vizepräsidentin, Dr. Gero Birnbach, Oberarzt Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Christian Großmann, Regionalvertreter Völklingen-Warndt, Clownin „Limonella“ alias Sarah Steffen, Patient Louis Ewen (vorne). (Foto: Astrid Anna Oertel)

09.07.2018

Saarlouis. „Was haben „Faasenachter“ und die Klinikclowns gemeinsam?“ Dies Frage richtete der Präsident der Saarländischen Karnevalsvereine e.V., Hans Werner Strauß an die Anwesenden, die sich anlässlich der offiziellen Spendenübergabe an Frau Margarita von Boch, Vorsitzende des Vereins „Kinderhilfe e.V. Saar“ im „Kindertreff“ des Marienhaus Klinikums zusammengefunden hatten. Gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin, Vizepräsidentin Judith Martini und dem Regionalvertreter der Karnevalvereine Völklingen-Warndt, Christian Großmann, hatte er sich auf den Weg gemacht, um den stolzen Betrag von 5000 Euro zu überreichen. Natürlich mache zunächst mal das Verkleiden, das bunte Treiben über die Faschingstage und das Pflegen alter Traditionen große Freude, meinte Strauß, doch darüber hinaus habe man auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Während die Klinikclowns (im Marienhaus Klinikum sind es zwei Clowninnen) sich speziell der kranken Kinder annehmen und sie mit Musik, Gesang, Zauberei und Clownerie von ihrer Krankheit ablenken und ihnen die Zeit im Krankenhaus verschönern, ist die Jugendarbeit in den Karnevalsvereinen auch über die Faschingszeit hinaus ein wichtiges Thema. So wurde beispielsweise 2016 ein Musikausschuss unter der Leitung von Judith Martini gegründet, mit dem Ziel, die Jugendmusikgruppen zu schulen um während des Jahres das eine oder andere Konzert aufzuführen. „Diese Konzerte sind sehr erfolgreich“, erläuterte die Vizepräsidentin, „und da wir keinen Eintritt erheben, bitten wir seit 2016 um Spenden“. So wurden bis Ende 2017 insgesamt 5.000 Euro gesammelt, die der „Kinderhilfe e.V. Saar“/ sprich der Arbeit der Klinik-Clowninnen zugutekommen sollen. Der Verband will sich auch weiterhin in dieser Form engagieren – mit dem Ziel, „das Spenden-Ergebnis von 2017 zu toppen und zukünftig als zuverlässiger Partner das Projekt der Saarlouiser Klinik-Clowns zu unterstützen.

Mit großer Freude nahm Margarita von Boch gemeinsam mit Clownin „Limonella“, alias Sarah Steffen (ihre Kollegin „Tilotamma“, alias Marie-Gabriele Massa war leider erkrankt) den unerwarteten Geldsegen entgegen. „Dieser Betrag kommt zu 100 Prozent bei den Clowninnen an und damit den kranken Kindern zugute, da der Verein keinerlei Verwaltungskosten hat“, versicherte Frau von Boch. „Die Spende bringt uns unserem Ziel, dass die Clowninnen zukünftig jede Woche die kranken Kinder besuchen können, ein gutes Stück näher. Bisher ist dies nur alle vierzehn Tage möglich“. „Dabei ist Kontinuität sehr wichtig“, ergänzt Sarah Steffen. „Sowohl für die kleinen Patienten, die länger hier sind, als auch für das Klinikpersonal“. Als „Dankeschön“ gab „Limonella“ einen kleinen Einblick in ihre Arbeit und Zaubereien und Gesang. (Text: Astrid Anna Oertel) weitere Fotos

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