Freundes- und Förderverein unterstützt „seine“ Klinik mit mehr als 750 selbstgenähten Masken

Eine kleine Auswahl der von ihren genähten Masken brachte Theresia Gehl mit zum Fototermin: (v.l.) Krankenhausoberin Sabine Ruppert-Fürstos, Theresia Gehl, Vorsitzende des Freundes- und Fördervereins, Jannette Petry und Rosi Weber, Hygienefachkräfte, Horst Gehl, Freundes- und Förderverein (Foto: Astrid Anna Oertel)

17.05.2020

Die kostenlosen Masken werden an Mitarbeitende des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Saarlouis, die keinen direkten Patientenkontakt haben, sowie an Kinder in der Kinderklinik verteilt

 

Saarlouis. „Nachdem durch die Corona-Krise alle unsere sonstigen Aktivitäten nicht mehr durchführbar waren - wie beispielsweise Patientenbesuche mit gelber Rose, Wunschsendungen für Patienten im Klinikradio, Zaubernachmittage mit Zauberer Markus Lenzen, der Caféhausabend oder die Mithilfe bei der „Nacht der Kirchen“ an Pfingsten - haben wir uns gefragt, womit kann ein Freundes- und Förderverein „seine“ Klinik auch in dieser Zeit unterstützen?“, erzählt Theresia Gehl, die Vorsitzende des Vereins bei unserem gemeinsamen Fototermin.

 

Die neue Aufgabe war schnell gefunden, denn Ende März fehlten in allen saarländischen Krankenhäusern Masken für Mitarbeitende, die nicht im direkten Patientenkontakt arbeiten. Theresia Gehl packte zuhause die Nähmaschine aus, um Masken zu nähen. Gesagt, getan! Bunte Stoffe hatte sie noch im Fundus. Auch Freundinnen halfen mit einem Ballen Stoff mit Märchenmotiven aus, so dass die nächste Idee nicht lange auf sich warten ließ: daraus sollten M-N-S-Masken für Kinder entstehen.

 

„Lediglich bei Gummilitzen und Nähgarn gab es Nachschub-Probleme“, ergänzt Ehemann Horst Gehl, der die ehrenamtliche Aktion unterstützte und auch als Modell immer sein Gutachten abgeben musste. Zum Glück gibt es eine Schwägerin in Detmold, die das fehlende Material per Post ins Saarland schickte.

 

Ein Schnitt wurde entworfen, die Stoffe gewaschen, getrocknet, gebügelt und zugeschnitten und das erste Modell fertiggestellt. „Nach der Begutachtung durch die Hygienefachkräfte der Klinik habe ich das Modell optimiert und bin sozusagen ‚in Serie‘ gegangen“, berichtet Theresia Gehl weiter. „Für einen korrekten Sitz sind sie mit zwei besonderen Nähten versehen, so dass keine Drähte eingearbeitet werden müssen, und die Masken gut gewaschen werden können.“ Für Kinder wurde der Schnitt verkleinert und der „gestiefelte Kater“, der Osterhase mit Kinderwagen oder „Oma beim Friseur“ genäht. Nachdem die Geschäfte wieder öffneten, gab es auch Kinderstoffe mit Baggern und Eisenbahnen, die Jungs- und Mädchenherzen erfreuen. Zwischenzeitlich findet ein „Mutter-Kind“-Modell in Rot mit weißen Punkten großen Absatz.

 

Wichtig war Theresia Gehl, dass die kochfesten Baumwoll-Modelle in bunten Farben Mut machen und aufmuntern sollten. „Als dann die Mitarbeiterinnen des Stoffgeschäftes „Lieblingsstoffe“, in dem ich immer mein Nähmaterial kaufe, mir eine riesige Menge an Stoffresten zur Verfügung stellte, hat mich das nicht nur sehr gefreut, sondern auch sehr motiviert. So sind in den vergangenen Wochen über 750 Masken entstanden. Diese finden großen Anklang und werden peu á peu (so wie sie entstehen) an die Mitarbeitenden, die keinen direkten Patientenkontakt haben, und die kleinen Patienten in der Kinderklinik mit Unterstützung der Hygienefachkräfte verteilt.

 

Für dieses große ehrenamtliche Engagement bedankte sich die Krankenhausoberin Sabine Ruppert-Fürstos nochmals ausdrücklich im Namen aller Mitarbeitenden. „So wird auch in Zeiten von Corona durch Ihr Wirken die Verbundenheit des Freundes- und Fördervereins für uns alle spürbar!“

 

Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis

Kapuzinerstraße 4
66740 Saarlouis
Telefon:06831 / 16-0
Telefax:06831 / 16-1097
Internet:http://www.marienhaus-klinikum-saar.de

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